Posts tagged ‘Hannover’

featuring: SocialBar Hannover

Gerade von der ersten SocialBar aus Hannover zurück: Immer noch begeistert von dem städteweiten Konzept. Klar, es könnten mehr Mitmacher da sein, aber 12 Web-Begeisterte/Unternehmenslustige Geister ist für den Anfang sicherlich nicht schlecht.

Und wir sind hier ja in Hannover, und nicht in Berlin (50-100 Besucher). Aber vielleicht macht ja gerade das den Reiz aus.

Ich hielt als kleinen Aufwärmer eine Präsentation über den HUB Berlin, mit dem Tool Prezi, das mich immer noch schwer begeistert, seitdem ich es im März 2009 in Berlin gesehen habe. Kann mir garnicht mehr vorstellen, mit einem anderen Tool Präsentationen zu machen. Schaut’s euch an:

http://prezi.com/138561/
prezi-lookIn diesem Blog wurde schon viel zu dem HUB-Co-Working Konzept gesagt, aber bei der anschließenden Diskussion und schon in der Vorbereitung ist mir noch folgendes deutlich geworden:

Die weltweite HUB Plattform wird erst dann vollkommen, wenn ein soziales Netzwerk für Synergien (sowas wie deepametha — es war mal in der Diskussion) verfügbar ist. Und wenn ich als interessierter Co-Worker auch einen Tarif buchen kann, mit dem ich mich einfach in andere HUBs setzen kann. Diese Woche London, dann Berlin. Ob das zur Zeit arbeitsmarkpolitisch sinnvoll ist, ist eine andere Diskussion. Aber es gibt sicherlich bald Projekte und Initiativen, die in etlichen Städten sitzen, und dann viel reisendes Personal haben. Der größte Vorteil bleibt: Im HUB gibt es nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch die kreative Umgebung. Aber: Weltweit, unter Kollegen — Digitale Bourgoisie global, der HUB als Home, noch ist das Zukunftsluft.

Zurück nach Hannover: Zwei Inititiativen sind mir im Kopf geblieben. Die erste war “Deine Stimme gegen Armut” . Unter Twitter ist sie unter kimgordonc zu erreichen. Sie arbeitet bei der Trägerorganisation Deutsche Stiftung Weltbevölkerung.

Zweitens hat A.H. aus Flensburg ihr Küstenpop Festival vorgestellt. Ein junges Festival, das in diesem Jahr das erste Mal stattfand. In der anschließenden Diskussion bei matschiger Lasagne tauschten einige SocialBar-ler dann Hinweise aus, wie man die Projektplanung und das Marketing (Website etc.) bei einem Festival besser bewältigen könne (z.B. mit WordPress/Google-Documents). Also genau das, wofür eine SocialBar da ist; Netzwerken, nett reden.

Beim nächsten Mal bitte ich um Präsentationen mit vielen bunten Bildern…oder gleich Prezi :).

Wie geht es weiter mit der SocialBar in Hannover? Ich habe mir sagen lassen, dass es die pl0gBar in Hannover gibt, und den WebMontag. Erstere ist alle zwei Wochen, also vielzu oft, um neues Publikum anzuziehen. Der WebMontag findet wohl alle paar Monate statt, dieses Jahr nur zwei Mal. Im Mai waren viele Leute da, ich fand ihn aber bei meinem ersten Mal irgendwie ungemütlich: Zu groß, schlechte Location (muffiges Vereinsheim), irgendwie unpersönlich.

Für die nächste SocialBar würde ich vorschlagen, dass sich mindestens zwei Präsentatoren finden sollten. Und der Veranstaltungsrythmus sollte bei 2 Monaten liegen.

Auf die nächste SocialBar! Danke an alle Zuhörer! Danke an Jörn für die Organisation!

Anbei noch ein Foto von der SocialBar in Berlin im grandiosen TAZ-Café (Als Vorbild sozusagen)

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August 7, 2009 at 1:08 am 9 comments

Das Alter ist unausweichlich – Liebe möglich!

…mit diesem Titel möchte ich eine Buchdeckel-Phrase des Roman-Pornographen Michel Houellebecq umschreiben. Da heißt es in Die Möglichkeit einer Insel:

Das Alter ist unausweichlich — Liebe unmöglich

Und in der Tat: In Houellebecqs Distopie begehen alte Menschen Selbstmord, weil sie, so beschreibt es der Roman in all seiner zynischen Widerwärtigkeit, keinen Nutzen mehr haben.  Menschen werden in diesem Roman künstlich reproduziert, und wiedergeboren. So können sie dem hohen unästhetischem, sexuell-wertlosen, da lustlosen Alter entgehen (Das ist zumindest Houellebecqs Darstellung).

Glücklicherweise ist es in der realen Welt nicht so: Alt sein hat Konjunktur, befindet sich  vielleicht gerade in einem Prozess der ästhetischen Umdeutung. Marginalisierte und diskriminierte Gruppen haben in der Vergangenheit oft versucht, durch offensiven Umgang mit Ihren Stereotypen versucht, aus der gesellschaftlichen Deckung zu kommen (So z.B in der Feministen- und Homosexuellenbewegung).

Geschieht vielleicht gerade das gleiche mit alten Menschen (ich behaupte, das sind pensionierte Menschen ab 60)?

In Hannover fällt mir gerade eine große Plakataktion eine Pharmakonzerns auf “Helden der Liebe” in der U-Bahn auf. Erst nach einer Recherche erkannte ich, dass diese Serie für pharmazeutische Produkte gegen Erektionsstürungen wirbt. Dennoch ist im Zentrum der Plakatserie eine glückliche Liebe von alten Menschen offensiv dargestellt. Ein interessanter Gegensatz zu dem vorherschenden Jugenddogma in der Werbung.

Zur Zeit wird auch der DVD-Release des Films Wolke 9 mit Anzeigen beworben. So offensiv wurde noch nie mit alter Sexualität und Liebe umgegangen. Auf Youtube finden sich schon auf der ersten Suchseite auch italienische- und spanische Varianten von Trailern — ein Zeichen des Erfolgs dieses deutschen Films im Ausland.

Nein, Houellebecq, Altern ist zwar unausweichlich, aber Liebe möglich! Sicherlich geht es in meinem ersten Beispiel auch um die Profitinteressen eines Pharma-Herstellers, aber immerhin weisen diese darauf hin, dass in dieser Generation noch was geschieht, und die Bedürfnisse dieser Altersklasse auch beworben werden dürfen und müssen — in einer offensiven Art und Weise, wie es auch für junge Produkte geschieht.

UPDATE: Ich habe ganz vergessen, das Foto einzubinden, das mich zu diesem Blogeintrag inspiriert hat:alte-menschenDanke an Steffi, die das Foto auf  Durchfahrt nach Rinteln geschossen hat.

June 1, 2009 at 9:09 pm Leave a comment

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