Posts tagged ‘Politik’

“Germany Eliminates Itself”

There is a pile of Sarrazin articles in one corner of my room. Actually reading them closely is an idea that I erase quicker the hotter the debate gets.

I just come back from a trip abroad three days ago. In Romania I sometimes felt like being in a German colony: German shops here and there, Obi and Hornbach, Metro and Kaufland everywhere. Maybe I felt a bit of pride when I confirmed to Romanians, yeah this and that is German…

Then, what I read in the Financial Times Europe cover story on my way back to Germany is the opposite feeling: “Germany Eliminates Itself” (eliminates is a too strong translation, I suggest “Germany Abolishes Itself”). For a moment, the book title in the cover’ s large picture, with this awkwardly, stubbornly looking Doctor becomes representative for Germany, for all foreign businessmen and tourists accidentally seeing these news. No good news.

Sarrazin reminds me of Dr Strangelove in the Kubrick movie: Strange ideas, uncontrolled behaviour. For political correctness, I have to say that Sarrazin is no the Dr Strangelove in the regard that he plays a former Nazi, but I suggest that Sarrazin similarly has the habit of sometimes strangling himself metaphorically, because what he says is way too extremist — which will lead to the loss of him being perceived as a serious public voice: exclusion from his political party, loss of Bundesbank board post. Also: Did not Dr Strangelove had almost equally strange ideas about breeding of intelligent people?

Germany needs better and more integration. But does Sarrazin really think that with such polemic (“Jews share certain genes”, “import brides”, “hijab girls”) he could kindle a  discussion except within the circles that are as vulgraly conservative as Sarah Palin or Glenn Beck? The way Sarrazin implies that Germany is a fixed, stable entity is antiquated. Germany needs to be more open and reinvent itself. With the EU, it is on a good way. This may sound naive-liberal, laissez-faire, but the debate should not be taken over by the strong right wing alone. Nobody else, meaning the moderate and left-wing citizens, would listen anyway — as Sarrazin is already on the way to becoming a second Eva Hermann, a former newsspeaker who also stirred the debate with extremist comments (“not everything was bad [in Hitler times]!”).

The integration/immigration topic definitely deserves greater attention, but Sarrazin brings it into the self-applauding right-wing sphere, and then others — like me — don’t want to discuss anymore. Polemic is great, political incorrectness at the expense of others, underpriviliged people is fail! With Sarrazin’s way of discourse, integration eliminates itself, not Germany. There are already stories like “How people like Sarrazin make me a stronger muslim.”

Of course, Sarrazin might have passages worth discussing in his book, but what’s the point of fixing the crashed Sarrazin car when only two wheels are still OK?

“Germany Eliminates itself” (eliminates is a too strong translation, I suggest “Germany abolishes itself”). This book title, and this awkwardly, stubbornly looking Doctor becomes representative for Germany, for all businessmen and tourists accidentally seeing these news.

September 3, 2010 at 12:01 pm Leave a comment

Ecosia statt Google? Nein, danke!

Es kam heute die gefühlte zwanzigste Ecosia-Einladung über StudiVZ rein. Komischerweise reagierte ich so emotional, dass ich jetzt diesen Blogeintrag verfasse, der sich gegen all diese one-click-and-you-can-safe-the-world!!-Ideen richtet.

Ich finde einfach die Verführbarkeit für solche digitalen Opiate unappetitlich. Nennt mich ruhig defätistisch — ich glaube an Bio-Lebensmittel, weniger konsumieren, weniger fliegen usw. Aber ich glaube nicht an die Weltrettungs-Wirksamkeit von Suchmaschinen und Feed a Child with a Click sowie Konsorten (m.E die perverseste digitale Variante, Menschen glaubhaft machen zu wollen, das Schicksal eines Kindes liege in seiner Hand).

Jede Ecke des Lebens soll also mit Charity zugespachtelt sein, irgendwelche intransparenten Unternehmen die sich bei Sponsoren anbiedern. Nein, danke.

Beispiel Ecosia, tolle neue-alte Marketing Idee á la Krombacher mit klischeehaftem Urwaldbild. Aber nichts dahinter, weil

  • Man unterstützt Yahoo und Microsoft, die sich eins ins Fäustchen lachen.
  • Ecosia bündelt informationen nicht sinnvoll und ressourcensparend wie Google, ich muss also immer eine ganze Internetseite laden (Co2 durch Server!) um Wetter oder Wechselkurse zu erfahren (“Pfund in Dollar” oder “Wetter in Hannover” geht nicht ) außerdem…
  • …ist das Gesamtkonzept von Google durchaus ressourcensparend, wenn man sich nicht bei einzelnen Anbietern durch grafiklastige News klicken muss, sondern alles durch ein paar Klicks bekommt, News, Docs, ein Emailaccount der mich nicht penetrant mit Boulevardnews auf der Startseite zuschüttet.
  • Wie schon gesagt: Ecosia hat mit seiner Schmalspursuchmaschinenvariante keine Extras wie Mailsuche, Books, News oder Docs. Als ob eine Suchmaschine heute nur eine Suchmaschine ist; Dass Ecosia so reduziert ist, kommt mir wieder so á la Jahr 2000 vor — spricht ja wieder für die StudiVZ-Steinzeit-Nutzer, die mich immer in Ecosia Werbegruppen einladen wollten (Sorry für den Seitenhieb, bin halt ein Nerd.)

Don’t be evil, hat Google als Eckpfeiler seiner Firmenpolitik angegeben, und die Kategorie evil in der Firmengeschichte deutlich gestreckt. Ökologischer Lebensstil mit Yuppietum und Öko als Marketingidee gibt es sicherlich auch bei Google (Stromautos sowie seine Server, die lt. Google Öko sein sollen). Aber ich halte es für besser, bei einem Suchmaschinenanbieter zu sein, der mir nicht seine Mission penetrant aufdrängt. Und ich muss hier nicht die alte Diskussion anzetteln, dass Charity auch immer die Verantwortung von Staaten abnimmt und aufs Individuum abwälzt, oder?

Was für eine gefährliche Botschaft kann es sein, wenn Ecosia impliziert, der Regenwald sei durch Gesuche von ein paar Millionen Menschen zu retten? Damit soll es also Getan sein? Für mich hört sich das ganz nach einem dititalem Lifestlyle-Opiat an.

Ecosia ist wie alkoholfreies Bier oder koffeinfreier Kaffee. Diesen Pseudo-Produkten wurde ihr grundsätzlicher Stoff entzogen, der eigentlich ihre ursprüngliche Existenzberichtigung ausmacht. Das ist wohl der Monolog eines Ecosia-Nutzers: Qualität der Suche? Extras wie Bilder und Büchersuche? Mir doch egal, der Regenwald muss gerettet werden!

Und wer will schon ein alkoholfreies Bier wie Ecosia trinken, wenn schon ein O-Saft einen Energieverbrauch von 1.050 Googlesuchen hat? Dann doch lieber das richtige Google. Prost!

July 27, 2010 at 11:19 pm 1 comment

Phi-loo-sophie — eine Möglichkeit unsere Welt zu verbessern?

Es traf mich ins Mark, als ich mich heute auf den Toiletten des Conti-, pardon Gucci-Campus befand und die Tür von einer der drei Klobkabinen hinter mir verschloss. Es war ähnlich aufrüttelnd wie das Erscheinen des “Zonk” der in der Spielshow “Geh aufs Ganze!” hinter einem vom drei Toren versteckt war — doch in dem heutigen Fall war die Botschaft eine positive, denn was sich hinter dieser Klotür befand war Weltpolitik! Genau die richtige Tür erwischt! Zonk!

Neben all dem Gekritzel, schlimmer als infantil, Hakenkreuze, Hetze gegen Zionismus, fanden sich Sätze wie “Rechte sind Schei**e” (harmloses Beispiel) die einfach revidiert wurde indem einfach “Rechts” durchgestrichen wurde, und “Links” drübergeschrieben. Und umgekehrt. So weit, so (leider nicht) gut. Mittig zentriert über dem Spülkasten befand sich aber folgende Feststellung:

Die Diskussion auf den Klowänden finde ich politisch sehr fruchtbar! Vielleicht sollten wir das Klo nach Jerusalem bringen, dann könnte man evtl. den Nahostkonflikt lösen!

Ein anderer Klogänger fügte hinzu:

“Ja, dann heißt es nicht mehr “Unser Star für Oslo,” sondern “Unser Klo für Jerusalem”

Dritte Hinzufügung:

“Sorry, ich hab’ nur 30 Minuten Pause, da ist mir der Weg nach Jerusalem zum Schei**en zu weit!!!”

Natürlich ist es ein Unding meinerseits, Philosophie mit diesem Klo-Kabarett zu verunglimpfen. Aber ich glaube gerade weil das Klo tabuisiert wird, muss seine kulturelle Bedeutung stärker untersucht werden. Zizek (jaja, der Starphilosoph…) ist sehr bekannt mit seinem Beispiel, dass die (alten) Toilettensystem in Frankreich, England und Deutschland die europäische Trinität beschreiben. Ich paraphrasiere Zizek: Frankreich, ein revolutionäres System, der Mist fällt sofort ins Wasser und wird radikal weggespült. In England bleibt der Mist eine Zeit lang im Wasser liegen, und versickert nach gewisser Zeit. In Deutschland hingegen fällt der Mist auf ein kleines Podest im Klo und kann untersucht werden, folglich ist dies ein metaphysisches System, und beschreibt die Eigenart der deutschen, alles zu untersuchen und zu reflektieren (vgl. deutscher Idealismus etc.).

Das Klo ist eine Universalmetapher. Sind denn die youtube-Kommentarseiten viel anders als Klowände? Und ebenso Blogs? (Werber Jean-Remy von Matt handelte sich von vier Jahren von übereifrigen Bloggern Protest ein, als er Blogs “als Klowände des Internets” bezeichnete.) Die permanente Schelte gegen die Weicheit von Angela Merkel, sowie die Trauer über den Abgang von einem “harten, aber notwendigen” Roland Koch (vgl.  ZEIT von letzter Woche) lässt sich als Wunsch verstehen, endlich mal wieder polarisiend, ja gar klowandhaft, politically-incorrect diskutieren zu können. Ja, was waren das denn noch für schöne Zeiten, wo Politiker wie Roland Koch zu Wahlkampfzeiten so einen auf dem Klo ausgedachten Mist herausgehauen haben?

Deshalb glaube ich auch, dass es es mit dem “unser Klo für Jerusalem” nicht funktionen würde, da hier die Lage umgekehrt ist: Nicht weniger Diplomatie wird in Israel/Palästina benötigt, sondern mehr. Und einen Diplomatieklowächter möchte man keinem Klogänger zumuten, der sich auf das Jerusalem-Klo wagen würde…

Und ein sehr ernstes, wichtiges Ziel (keine Ironie!) verfolgt der Welttoilettentag am 19. November — und zwar möchter dieser Tag die Aufmerksamkeit auf die schlechte Sänitärversorgung von ca. 40% der Weltbevölkerung lenken.

Auf jeden Fall gibt es noch eine Menge Klotential unsere Welt zu verbessern!

June 5, 2010 at 5:32 pm Leave a comment

The Crazy Philosopher

What’s philosophy all about?

To make yourself feel better? To find a justification for everything? To make an impression in a party-chat?

If you positively answer these questions, then you are not talking about radical philosophy – or I would say, not philosophy at all, because I think philosophy needs to be radical. And if it is not, then you’re probably talking about the daily philosophy-substitutes to affirm the ideas you already had and just label your thoughts with a seemingly intellectual name.

Therefore I think craziness is the main criterion to recognize philosophy: evoking discomfort, maybe laugther, maybe non-understanding or a strong rejection. Philosophy, as “Philosophy in the Present” points out,  should not directly give political answers but rather construct problems and invent or reorder categories (for example misleading contrasts of everyday propaganda such as “war on terror” or “islamic fundamentalism vs. liberal democracy/capitalism”). People so often take categories for granted and consequently affirm the cause of a problem rather than solving it, like a doctor giving the patient poison and then looking for the symptoms (Bush’s terror propaganda was terror itself, to give a well-known example).

I think a good example to illustrate the “Crazy Philosopher” is  Slavoj Zizek, a controversial figure in academic as well as public circles. He is so crazy (in my above stated, positive sense), that filmmakers shot many films about him, thus millions of snippets or whole documentaries are found on Youtube. The best Zizek-feature I came across was a Dutch documentary. Quite a political one (Financial crisis/”living obscenity” Berlusconi/China human rights…), but Zizek does not give direct political advice, but advice about the popular advice — and by this, revealing propaganda. The concept  concept of the documentary is innovative: Zizek is only sorrounded by screens and a cameraman. A disembodied, digitalized voice tells him the questions.

This center on the philosopher, the only “living voice” in this film, is a vulnerable point: Isn’t this too superstar-like?


I call the concept of the Dutch show (if not the whole self-marketing of Zizek) a subversion and undercutting of a superstar-crazy world, where pseudo-stars need to comment  and engage in everything (take recent charity shows as example). I guess it is quite dangerous (“You are a cynic!”, ” You don’t have solutions!”) too comment on the daily mainstream going on in our social network world, that sees charity, joining Facebook-groups and opening up Twitter-Accounts as a solution, instead of serious involvment and thinking about real, radical solutions. Probably people feel strongly the pressure from  (I admit, I feel so) daily discourse and crowd-intelligence (unfortunately, only a superficial intelligence). Zizek calls himself a “Communist” to attract attention, but he means a different communism and admits that the real-existing communism failed (recently in BBC – Hard Talk). Who else has the media attention and thus power to say that he is a “Communist” and actually thousands of people listen to his arguments?

It needs figures like Zizek to break out of the circle. Using popular culture against itself and thus making money from it. Profiting from capitalism to promote a different kind of communism, so to speak.  Here we are again in the trap of postmodern self-reflexivity. I just say: Stop.

February 3, 2010 at 3:53 pm 2 comments

Es gibt keine Moderne Kunst!

Ich komme verspätet zu der Erkenntnis, dass es wahrscheinlich keine moderne Kunst gibt. Schon länger wollte ich drüber bloggen, mit meinem fragmentarischen hier-und-da Kunstwissen. Aber nein, selbst dieses Wissen gab es nicht. Ich bin schwer enttäuscht, wer auch immer mir eingeredet hat, dass es cool sei, diese intellektuellen Proleten wie Damien Hirst oder Tracey Emin toll zu finden.

In München hing ein Faden von der Decke. Letztes Jahr, in der Modernen Pinakothek. Es war sogenannte Installationskunst, ich dachte, aha, das ist jetzt modern, das ist ja witzig. Ein Rucksacktourist hielt seinen Finger nah an den Faden, welcher von der elektrostatischen Ladung dann verdächtig nah an an seinen Finger gelangte. Ein Wächter sah dies, sagte warnend nicht berühren!, Der Rucksacktourist entgegnete tue ich doch nicht!

Der Rucksacktourist hatte recht, denn es stand zwar wie überall KUNST NICHT BERÜHREN, aber es stand nirgendwo BITTE NICHT ELEKTROSTATISCH ANZIEHEN LASSEN oder NICHT GEGENPUSTEN (Was ich diesem Faden gerne angetan hätte, um diesen autoritären Wächter mal zu nerven, nachdem er harmlose Rucksacktouristen zusammengestaucht hat.

Tja, solche witzigen Sachen geschehen in dem politischen Mikrokosmos “modernes Kunstmuseum.” Ich glaube, dass moderne Künstler also keine modernen Künstler sind, sondern sie eigentlich Politiker/Historiker/Philosophen sind, ziemlich gute sogar.

Christoph Schlingensief hatte sich vor einigen Jahren mal von der Deutschen Bank eine Kunstaktion bezahlen lassen, die daraus bestand, einfach hunderttausend Euro vom Reichstag herunterzuwerfen. Durfte er aber dann doch nicht. Deutsche Bank sagt Nein! Herrlich, die Diskussion darum, Sinn und Zweck etc. — leider kein Platz an dieser Stelle. Oder Kraftwerk (wenn man die denn als moderne Kunst bezeichnen kann), die 400.000 Euro für ein minimales Jingle für die Expo 2000 erhalten haben, und damit eine prima Grundlage für eine Kritik an das 3Super-Hits-am-Stück!!-Radioniveau geboten haben (weil sie die Hypermoderne Komposition nicht spielen wollten, passte nicht in den Einheitsbrei).

Was im Volksmund als Moderne Kunst bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit unser aller schlechtes Gewissen, die für die Debatten sorgen, die meist leider von der Bild-Zeitung ausgehen, und die uns dann stark gefiltert erzählt, was im Parlament abgeht…

Kein Wunder, dass Künstler manchmal einfach das Gefühl haben, 100.000 Euro vom Reichstag herabzuwerfen (Schlingensief), oder ihn einzuhüllen (Christo, Jean-Claude 1995). Die Botschaft überzeugt in ihrer Klarheit. Vielleicht ist moderne Kunst ja die nötige Spur Diktatur in der Demokratie, denn ein einzelner Künstler diktiert, welche gesellschaftlich notwendigen Debatten er anzettelt.

Als ich letztens aufgedreht von Kaffee vor dem Computer saß hatte ein noch unentdeckter Künstler ein paar Werke auf Facebook gepostet, die ich spontan kommentierte. Ich war von meinem Resultat selber überrascht, und vielleicht ist das ja ein Zeichen von guter moderner Kunst, die ein Nichts ist,  ein Mangel, eine Negativität, eine Projektionsfläche für allerlei Gedanken/Theorien ist.

Hope — Yellow and Orange No. 1

Dezember 2009, Facebook, unbekannter Künstler

Was [unbekannter Künstler] hier beschreibt ist nichts weniger als Lacan’s “Il n’ya pas de rapport sexuel” (Es gibt keine sexuelle Beziehung). Das Bild, das ohne die provokanten Farben von einer Kitschkunst-interessierten Hausfrau gemalt sein könnte, funktioniert nur mit der fantasmatischen Idee der “Liebe” — hier symbolisiert in seiner einfachsten Form: dem Herz. Die, zumindest nach populärem Geschmack, unästhetische Farbgebung unterminiert die romantische Idee der Liebe, die, ebenso wie Lacan besagt, das Sexualität ohne die Fantasie nicht existiert, bzw. in seiner rohen Form eklig wird (s. Snuff-Porn, den Slavoj Zizek mit besonders schlimmen, reelen Momenten vergleicht, wie 9/11). Das naive, fast wie von einem Kind skizzierte Herz führt dem Betrachter dennoch penetrant die romantische Liebesidee vor, so dass es fast eklig wird, in angesicht der Farbgebung, die digitale Machart, die inadequate Facebookvermarktung und, wie bei anderen Werken in dieser Serie, den globalen Kitschkommentar “Hope”, der anscheinend ironisch gemeint ist.
Hope — Yellow and Orange No. 2
Dezember 2009, Facebook, unbekannter Künstler
Das Guantanamo-Orange und das Dollarzeichen stehen im Kontrast zum Hope-Titel. Ausserdem ist Gelb eine Farbe des Gifts, also deine sporadische/unsaubere Applikation kann auf dem vergifteten/kapitalistischem Individuum auf dem Orangenen Grund (d.h. eine Gesellschaft im Zeichen des Homo Sacer/entrechteten und ausgeschlossenen Subjekts hindeuten (s. Giorgio Agamben/Judith Butler’s neuere Werke)…also ein Kommentar zur heutigen Gesellschaft, die “Hope” als augenwäscherische Propagandaformel benutzt, um den letzten Dreck zu betitulieren.

December 11, 2009 at 1:09 am Leave a comment

Pimmel oder Partei?

Der Wahlkampfauftakt der SPD am Montag in Hannover hat mir einige Besucher über Google-Suche beschert: “Scharfschützen SPD Hannover, Scharfschützen Opernplatz, Scharfschützen Opernhaus Hannover” und weitere Variationen. Das sagt meine WordPress-Statistik.

Was Sicherheit anbelangt muss man ja kein Puritaner sein, denn es war ja u.a. Außenminister, Finanzminister, Ex-Kanzler, die Gesundheitministerin, SPD-Chef u.a. da. Ja, da will ich garnicht schelten, und diese Sicherheitsmaßnahmen hat sich die SPD ja nicht alleine ausgesucht.

Was mich aber stört, war dieser Orchestergrabenähnliche-Bereich vor der Bühne, gefüllt mit Zott-Steinmeier-Logo-Winker, SPD hipphepphurra! usw., zu dem Spontanbesucher keinen Zugang hatten. Da fühlt sich das SPD-Mitglied ausgegrent und denkt über Gleichheitsgrundsätze nach, und erzwungener Wahlkampfinszenierung.

Öffentlicher Platz muss öffentlicher Platz sein und bleiben. Für sozialdemokratische Parteien sollte das mal 1000 potenziert gelten. Große Plätze kann die Stadt ja vermieten und der Mieter übt dann das Hausrecht aus. Wenn das Brüno am Brandenburger Tor mit Pimmelkostüm macht, dafür Berlin Geld gibt, ist mir das alles politisch völlig egal (Wie geschehen, um Werbung für den Cohen Film zu machen).

Aber welche politische Botschaft sendet eine sozialdemokratische Partei aus, wenn eine selbstgerechte SPD-Organisatorin einfach ein Satiremagazin vom Platz schmeißt? …wie vorgestern in Kiel geschehen:

(Danke für Video, RT@Nerotunes)

Die Jusos können gut damit umgehen, scherzen herum. Der Hausrechtsausübende-Kleingeist der dann kommt denkt wohl, aha Bruderkuss, Steinmeier mit Lafontaine, pfui-bah, Linkewohlnwanich. Also runter von dem Platz, Polizei zur Hilfe!

Diese Sache, plus meinen Erlebnissen am Montag, wo Jusos versucht haben, einen “Internetaktivisten” (nenne ich mal so, ausdrücklich war er kein Piraten-Partei-Mitglieder!) von der Stelle zu vertreiben, zwingen mich zu der Frage, inwiefern ich mich als Mitglied mit der SPD identifizieren kann.

Wenn schon auf kleiner Ebene so geheuchelt wird, wie kann es dann auf großer Ebene klappen?

Die provokante Überschrift heißt übrigens nur so, damit dieser Blog neben der Google-Suche “Scharfschütze SPD” auch unter “Pimmel Partei” gefunden wird. Da fällt mir der präpubertäre Kinderwitz ein “Bist du Mit-Glied?” Nicht nur das, ich bin SPD-Mitglied.

Danke für die Logo-Sammlung an http://butschinsky.wordpress.com

September 3, 2009 at 11:58 pm Leave a comment

Randbeobachtungen: SPD-Wahlkampfauftakt in Hannover

Manchmal muss man sich die Politik ganz klassisch geben. In Athen war das vor 2000-und-ein-paar-zwerquetschten-Jahren auf der Agora, dem attischen Marktplatz. Heute war das hier in Hannover, auf dem Opernplatz.

Politik fernab der Fernseher und der Elefantenrunden. Unmoderiert und frontal. Mit dieser Neugier ging ich also an die Oper, um Müntefering und Steinmeier reden zu hören. 5.000 bis 8.000 andere Leute dachten so ähnlich. Web 0.0 ist im Trend!

Wo sich sonst Emos, Punks und manchmal Openbesucher tummeln, war also eine große Bühne aufgebaut. Auf dem Opernbalkon waren drei Scharfschützen und Polizisten mit Fernrohren. Neben Münte, war auch noch der zweite von den Stones anwesend: Stein-brück. Außerdem Gerhard Schröder mit Frau. Und ein paar vom “Kompetenzteam” — ich meine Manuela…die immer als jung und unverbraucht bezeichnet wird. Tatsächlich, diese Kernkompetenz hat sie!

Wichtige Menschen, die ich auf einem der drei Projektionswände reden hören darf. Und grund genug, dass maskierte Scharfschützen ihre Gewehre auf die Menge richteten.

Der Politikerkopf wurde auf der Enternung also recht klein, da der Orchestergraben ein näheres Herantreten an die Bühne verbat. Im Orchestergraben saßen also Schröder und andere Special Guests, und natürlich auch die sicherlich überzeugten Schilderwinker der Jusos.

Ich war naiv anzunehmen, dass dort eine Bühne steht, und das schnöde Volk sich dort sammelt. Nein: Presseeingänge und Ehrengäste. Abstand zum Volk blieb also gewahrt. Zusätzlich standen an der Seite des Orchestergrabens also Übertragungswagen, die den Blick auf die Bühne beschränkten. Irgendwo fand ich meinen Platz dann in der Nähe eines solchen Eingangs, wo gerade ein Juso mit Flagge hinter einem Internetaktivisten stand.

Wie also zu 75% meiner Zeit begnügte ich mich mit dem Blick auf einen Bildschirm. Spannender war, was so drumherum geschah: Zwei Jusos im besten gebügelten Hemd versuchten den anscheinenden Piratenpartei-Anhänger zu verdrängen, da er wohl die Sicht auf eine Projektionswand versperrte. “Scheiss Spinner von der Piratenpartei!” fiel dann als sozialdemokratischer Kommentar.

Im Orchestergraben allerdings störte die SPD-Jubelschilder-Winkerei (u.a.”Mindestlohn für Ackermann!”) im gleichen Maße meinen unmöglichen Blick auf den Redner, wie der Web 2.0-Aktivist mit seinem Web 0.0-Schild.

Und die Inhalte? Interessant fand ich, wie Müntefering meinte, der boulevardeske Angriff auf die Privatuni-Studentin die heuchelnderweise gegen Studiengebühren sei, “bringe die ganze FDP-Denke auf den Tisch.” Leider finde ich den Artikel auf bildonline nicht mehr, den Münte als Quelle nannte. Doch finde ich  generell, dass man auch in der SPD “Champagnersozialist” sein darf. Oder sich aus einer Luxusposition für eine Politik einzusetzen, die nicht nur auf den eigenen Vorteil ausgerichtet ist.

Steinmeier sprach hinterher noch in einem Satz von einer “Generation Ellenbogen und Generation Bonus.” Gibt es da schon Bücher zu, nach “Generation Golf” und “Generation Doof”? Haben wir es da nicht mit einer Klasse zu tun, die sich zuviel bedient.

Bekannte Positionen also, die die SPD zuverlässig vertrat. Gerechtigkeitsthemen, die breiten Zuspruch finden (die Zustimmung für einen Mindestlohn lag bei ca. 70%). Allerdings sind dort zwei Stolpersteine, die nicht in Richtung SPD deuten: Warum ist Graf Guttenberg so beliebt? Warum SPD und nicht gleich die Linke wählen — die diese Positionen nach Hartz-IV glaubwürdiger vertreten?

Die FAZ titelt heute, “Rot-Rot und  Schwarz-Gelb gleichauf.” Links hat also wieder aufgeholt, wenn man die Landes- und Bundesebene unzulässigerweise verquickt. Dennoch betont Münte, auf Bundesebene seien “die Schotten dicht. Keine Zusammenarbeit mit der Linkspartei.” Er merkt dann aber auch: “Da hat jetzt nur die Hälfte der Leute geklatscht. Dennoch…”

Die Bühne hatte das große Schild mit:”Unser Land kann mehr.” Und das ist vielleicht eine gute SPD-Botschaft, die Merkels passiver Haltung entgegentritt. Ich interpretiere das so, dass die SPD versucht, Wähler bei ihrer bequemen “Naja, die Merkel ist diplomatisch und hatte keine großen Fehler”-Haltung abzuholen.

Zum Schluss gab Steinmeier noch Autogramme beim meterhohen SPD-Würfel, der auch durch die Lande tourt. Die Würfel sind also noch nicht gefallen. OK, das war ein billiger Spruch.

August 31, 2009 at 9:09 pm Leave a comment

Coffeeshophilosophy!

The Blog-entry: “How Starbucks might kill freelancing – or the other way around” inspired me to set coffeeshops in a larger frame and constitute a coffeeshopcentric-worldimage, just as some other guys did in a different way (whose names I forgot).

Anyway: Let’ start with that well-known Globalization-everywhere thesis: Just as people are travelling more, national and cultural borders erode, goods are shipped from any place to your house, so is a working place not a local place anymore. And it doesn’t need to be: communication is possible via phone, blackberry, skype, mail, (corporate-) wikis, video-conferences. Information isn’t even anymore local on your notebook’s harddrive: Data is stored and edited on servers around the world — cloud computing, driven by Google-Documents, for example.

Skimming several centuries: Agriculture, Industry, Service, and now the Information age. And information is not bound to any place, they are in, with and between people, not in shabby offices.

And now you have the decision to work where?

Yes, in a coffeeshop.

Coffeeshops are cosy, nicely decorated, and if not so, they draw at least interesting people. The TAZ-Café in Berlin with the proximity of the editorial office is a good example for that: Cool, self-considered-“somehow”-left-wing people are just sitting around. With or without notebook. People, definitely with notebook, are what you meet in St. Oberholz, also in Berlin (picture says everything). The most important thing is, that there is a current influx of people. And W-Lan.

Starbucks is out! It is extremely expensive. But they probably were the first with reliable W-Lan-connection, years ago. I think that Starbucks today draws rather established businessmen- and women. And tourists.

But working in a café is nothing new, although the hippy trendy terms “coffeeshop” and “freelancing” suggest so. Also, this is not a new phenomenon of the information age.

Philosopher Jürgen Habermas wrote in” The Structural Transformation of the Public Sphere” that coffee-houses are a sign of a new openess, bringing forth enlightnment. This characterizes the 18th century — No W-LAN and Starbucks around, can you imagine that?

Around the same time (18th cent.) the Tatler-Magazine (still existing today in a modern form) even had categories such as White’s chocolate-house (for gallantry, pleasure, entertainment) and Will’s coffee-house (poetry). Of course, the 18th century allowed only elitist groups to be in the coffee-houses that often.

Coffehouses, not yet coffeeshops were basically places for an exchange of ideas. A social place, that constantly remind us of the world outside, and isn’t this important for a constant flow of ideas? On the other hand, you are observed and need to look at least a bit busy. Seeing and to be seen! I guess this was extremely important for intellectuals and writers: Influence — giving and taking — and self-positioning among elitist circles. Networking and Self-marketing, as we call it today.

Let’s jump to newer times: Harry Potter was written in The Elephant House I once visited in Edinburgh. As I remember from a JK Rowling documentation, she just flet from her massive problems at home. This is the escapist-notion of coffee-houses: fleeing from problems, being among coffee-drinking, chatting people with the illusion that live goes on in a coffee-drinking-way.

So, would we have great literature such as Harry Potter or older books, whithout Coffee-houses? Or the other way around, are there coffee-houses because of creatives like JK Rowling? The HerrHorn.com Blog asks, what was first, the person or the institution:

“I’m wondering how it actually happened that freelancing is now so closely associated with coffee shops? Was it coffee shops first and suddenly everyone thought, “Oh, brilliant… let me freelance, now that I can hang out at this coffee shop all day and night”. Or was it freelancers first until one morning over a cup of coffee some business school graduate thought “Oh, brilliant… all those freelancers want to hang out at a coffee shop all day and night”. Hen and egg thingy, I guess.”

My answer: If we translate freelancers with free-thinkers and coffeeshops with coffee-houses there is a clear answer: Free-thinking within the enlightnment period allowed for coffee-houses. People just wanted to have an exchange with other people and not to read alone in their bedroom. Thoughts kindle things, not reverse. Coffee-houses then promoted free-thinking further and further. A transformation of the public sphere, speaking in the terms of Habermas ,was taking place.

In the W-LAN-coffeeshop-era there is no barrier anymore to communicate worldwide. Interestingly people seem to feel isolated in their rooms, even though facebook, skype and twitter allow for a communication overdose. No, people still want to got to coffeehouses or special Webmeetings (I blogged about Webmonday Hannover or SocialBar for example.) Being physically at a communicative place and being simultaneously virtual around the world; this needs training, otherwise it is extremely exhausting, as I myself figured out when doing everything but fulfilling nothing.

“Wir nennen es Arbeit” (We are calling it work) describes how the digital Bohème challenges a new formulation of what work actually is. The French term “Bohème” also stresses the fact, that this “class” of people was and is still a minority that live excentrically and financially insecure.

Working with the absolute need of W-LAN in coffeeshops is just the consequence of the extremely flexible We-are-calling-it-work in connection with the instant possibility of real-life as well as virtual communication. This new Bohème also hopes to find new projects to work on and to connect worldwide. Or to rephrase an old slogan “Bohèmians unite!”

To come to a point: Freelancing and coffeshops with W-LAN are a great supplementation. Coffeeshops will search for the audience of the creative class, this is just a free-market mechanism. Otherwise competitors will attract the creative class.

Dear HerrHorn.com, there is no reason to think that freelancing will die without coffee-shops with W-LAN (As this WallStreetJournal story suggests). And yes, I think the consequences of a — however improbable — dying of coffeehouses with W-LAN would be extremely severe in a creative and cultural sense.

August 14, 2009 at 1:53 am 1 comment

Das Alter ist unausweichlich – Liebe möglich!

…mit diesem Titel möchte ich eine Buchdeckel-Phrase des Roman-Pornographen Michel Houellebecq umschreiben. Da heißt es in Die Möglichkeit einer Insel:

Das Alter ist unausweichlich — Liebe unmöglich

Und in der Tat: In Houellebecqs Distopie begehen alte Menschen Selbstmord, weil sie, so beschreibt es der Roman in all seiner zynischen Widerwärtigkeit, keinen Nutzen mehr haben.  Menschen werden in diesem Roman künstlich reproduziert, und wiedergeboren. So können sie dem hohen unästhetischem, sexuell-wertlosen, da lustlosen Alter entgehen (Das ist zumindest Houellebecqs Darstellung).

Glücklicherweise ist es in der realen Welt nicht so: Alt sein hat Konjunktur, befindet sich  vielleicht gerade in einem Prozess der ästhetischen Umdeutung. Marginalisierte und diskriminierte Gruppen haben in der Vergangenheit oft versucht, durch offensiven Umgang mit Ihren Stereotypen versucht, aus der gesellschaftlichen Deckung zu kommen (So z.B in der Feministen- und Homosexuellenbewegung).

Geschieht vielleicht gerade das gleiche mit alten Menschen (ich behaupte, das sind pensionierte Menschen ab 60)?

In Hannover fällt mir gerade eine große Plakataktion eine Pharmakonzerns auf “Helden der Liebe” in der U-Bahn auf. Erst nach einer Recherche erkannte ich, dass diese Serie für pharmazeutische Produkte gegen Erektionsstürungen wirbt. Dennoch ist im Zentrum der Plakatserie eine glückliche Liebe von alten Menschen offensiv dargestellt. Ein interessanter Gegensatz zu dem vorherschenden Jugenddogma in der Werbung.

Zur Zeit wird auch der DVD-Release des Films Wolke 9 mit Anzeigen beworben. So offensiv wurde noch nie mit alter Sexualität und Liebe umgegangen. Auf Youtube finden sich schon auf der ersten Suchseite auch italienische- und spanische Varianten von Trailern — ein Zeichen des Erfolgs dieses deutschen Films im Ausland.

Nein, Houellebecq, Altern ist zwar unausweichlich, aber Liebe möglich! Sicherlich geht es in meinem ersten Beispiel auch um die Profitinteressen eines Pharma-Herstellers, aber immerhin weisen diese darauf hin, dass in dieser Generation noch was geschieht, und die Bedürfnisse dieser Altersklasse auch beworben werden dürfen und müssen — in einer offensiven Art und Weise, wie es auch für junge Produkte geschieht.

UPDATE: Ich habe ganz vergessen, das Foto einzubinden, das mich zu diesem Blogeintrag inspiriert hat:alte-menschenDanke an Steffi, die das Foto auf  Durchfahrt nach Rinteln geschossen hat.

June 1, 2009 at 9:09 pm Leave a comment

Becoming Obama — Workshop report

I had the chance to host a workshop this weekend. The title “Becoming Obama” just came into my mind like two weeks ago. And i finally presented was in a cloister in Rinteln — worth enough to mention. For intro look at my blogentry before.

We started “Becoming Obama” (unexpectedly) on a sunday morning — the last of the 2,5 conference days. So I was concerned about the 10 participants being exhausted. Plus there was another workshop on the “Grundeinkommen” (Basic income)  following mine, but they were flexible so that i could present the fully intented 2 hours.

So there was a tight last-day schedule and a freezy cloister: But under these circumstances, thanks to good preparation,  i still could change some agenda points (without the participants noticing it), created a mindmap less and could come to the points quicker. The participants worked out their flipchart-paper outside in the sun, in the cloister yard.

I got positive “quality feedback” from people I considered to be quite critical in the sessions before and I still feel energized by this (look at this entries posting time…). Really: There’s no better motivation than participants doing the tasks you thought about, working concentrated and had great output. Niko, host of the whole “Wissen 2.0” weekend said:

“It’s fascinating with all the influences — i may read the biography of Obama.”

This is the best compliment you can make on a workshop, as the design of a workshop should always make people want more — besides the secondary or tertiary aim to inform the participants. 

So what was the concept like? The workshop was introduced by a video and a Powerpoint-Karaoke. Then I facilitated a brainstorm what people connect personally to Obama (Agenda-Point “You and Obama”). Critics would call this method Rorschaching, thus projecting own personality on a different subject/person. But this method was intendet to introduce this workshop not on Obama facts but rather on a biography in general (s.b. “closing”)

After the warming-up, the core of the workshop lasted 45 minutes: Particpants read excerpts of various stations in Obamas career (In the room I created a spatial connection to Kenya, Chicago, Washington, Hawai, Indonesia).  I called it an “Obama Village”. If participants were already experienced, they could skim through the 2 Obama autobiographies or the full Wikipedia-entry on Obama’s policy and create a flipchart at the “freestyle-station”. Excerps from the autobiography were chosen by me on the criteria of being easy to read, as well as providing a good mixture of private stories and political ones (…the unpolitical is political!). Then, Participants presented them in drawn tag-clouds on flipcharts or mind-maps.

Closing: We relaxed with a Simpsons-Clip. I continued with a model on how to look on a biography — with the metaphor of a tree: The ant on top-branches can easily walk to the ground again. But it’s nearly impossible for an ant to go to a certain branch through the maze-like tree structure. Coincidentially a similar metaphor was used some hours after my workshop in the ending assembly of all 30 conference-attendants in an emotional video by Steve Jobs;

“Again, you can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life.”

I closed my workshop with another emotional video, comprising the backwards/forwards idea in a biography, but also a “change message”.

If you wanna have the concept, please mail me. I am also opening a facebookgroup concerning the further development of “Wissen 2.0” workshop lines. Simply join it, if you want to know more.

The excerpts read in “Obama Village” part of the workshop were:

Washington: S. 46-49 (The Audacity…), S. 189 – 193 (TA)

Chicago: 348-352 (TA), S. 207-211 (Dreams from…)

Hawai: 23-27 (Dreams from…)

Indonesien: 271-276 (TA)

Kenya: 304 – 309 (Dreams from…)

May 12, 2009 at 1:29 am Leave a comment


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